Sunato Expertenmeinung in der Computerwoche

Logo Computerwoche In technisch anspruchsvollen Zeiten, in denen Produktankündigungen in einer erschlagenden Anzahl unseren Alltag durchziehen, ist es zunehmend notwendig geworden, Experten in Berichterstattungen und Analysen mit einzubeziehen. Um Themen mit einer entsprechenden Tiefe beleuchten zu können ist dieser Schritt unabdingbar. Unser Mitarbeiter Björn Böttcher schreibt als genau solch ein Experte zu den Themen Enterprise Mobility, Cloud-Computing und Big-Data für die Computerwoche. In den Beiträgen verfolgt er das Ziel, die Tiefe der Thematik einfach und verständlich darzulegen, um auch technologiefremden Lesern einen Überblick zu ermöglichen. Damit möchte er helfen, Entscheidern eine solide Informationsbasis als Grundlage für ihr Handeln zu geben. In seinem aktuellen Beitrag geht es um die Verlockungen auf dem Weg zur Enterprise Mobility. Um mit mobilisierten Prozessen Mehrwerte für das eigene Unternehmen zu schaffen, müssen bei allen technischen Verlockungen die Risiken umschifft und die Chancen entdeckt werden.

Wird Windows Phone 8.1 das Business iPhone?

Der Niedergang des früher als Research in Motion bekannten BlackBerry Herstellers ist wohl absehbar. Nachdem der BlackBerry CEO John Chem Ende des letzten Jahres einen beruhigenden offenen Brief an die “geschätzte Enterprise Kundschaft” veröffentlichte, sind spätestens jetzt viele Unternehmenskunden auf der Suche nach Alternativen.
Neben den hochwertigen und robusten Geräten, hat vor allem die Managebarkeit und Sicherheit der BlackBerry Infrastruktur mit dem BlackBerry Enterprise Server (BES) die IT Abteilungen überzeugt. Nach der Veröffentlichung des iPhones und anschließenden Plattformen wie Android und Windows Phone wurde jedoch schnell klar, dass die BlackBerrys nicht mehr mithalten können. Die  Anforderungen und geänderten Erwartungshaltungen der Anwender (auch: Bring your own Device preference) konnte BlackBerry einfach nicht mehr bedienen. Die neue BlackBerry Plattform BB10 sollte alles retten, die Entwicklung dauerte aber deutlich zu lang und war im Ergebnis „too little too late“.

Wer sich aktuell mit dem Thema beschäftigt, sollte neben den üblichen Verdächtigen iOS und Android auch mal wieder das Windows Phone mit auf der Liste haben. Microsoft hat kürzlich die neue Version Windows Phone 8.1 angekündigt und diese bringt viele interessante Neuerungen für Unternehmenskunden mit.

 

Windows Phone 8.1

 

Das Windows Phone hat durch seine native SharePoint und Office Integration früh die richtige Vision gezeichnet: ein Smartphone dient unterwegs als mini-Laptop und muss mindestens rudimentäre Zugriffe auf relevante Daten und Dokumente erlauben. Leider hat Microsoft diese Vision nur oberflächlich umgesetzt und dabei einige entscheidende Anforderungen von Unternehmenskunden nicht bedient.

Mit dem Windows Phone 8.1 bietet Microsoft nun viele sehnsüchtig erwartete Features, die für den Einsatz in Unternehmen oft zwingend Voraussetzung sind.

S/MIME

Mit S/MIME ist es möglich, E-Mails zu verschlüsseln, so dass nur bestimmte Empfänger diese lesen können. Weiterhin kann mit S/MIME auf Basis von Signaturen sichergestellt werden, dass eine E-Mail von einem bestimmten Absender stammt und unverändert übertragen wurde. Windows Phone 8.1 unterstützt mit dem nativen E-Mail Client S/MIME sowohl senden und empfangen verschlüsselter Nachrichten, als auch signieren und prüfen von Signaturen. S/MIME ist optional nutzbar, der Anwender kann z.B. für private E-Mails das Verschlüsseln und Signieren abwählen.

VPN

Die Windows Phone 8.1 VPN Unterstützung bietet umfangreiche Möglichkeiten, sich mit dem Unternehmensnetzwerk zu verbinden, um auf interne Ressourcen zuzugreifen:

  •  
    • IPSec (IKEv2) Gateway Support
    • SSL-VPN Gateway Support
    • Split Tunnel oder Forced Tunneling (also “Always on”)

Windows Phone verwendet IKEv2 für IPSec und bietet somit die Möglichkeit, sich sowohl mit Windows Servern, als auch mit anderen VPN Infrastrukturen zu verbinden.

Enterprise WIFI

Mit Windows Phone 8.1 wird die Unterstützung des Extensible Authentication Protocol (EAP) angeboten. EAP kann für die Authentifizierung von Smartphones mit Passworten und Zertifikaten innerhalb von gesicherten Unternehmens WLANs eingesetzt werden.

Mobile Device Management (MDM)

Die Windows Phone 8.1 Plattform bringt neben einem verbessertem Zertifikatsmanagement zwei Management Clients mit:

  • Der Enrollment Client für die initiale Anmeldung des Phones beim MDM System
  • Mit dem Phone Management Client kann das Gerät über das offene Enterprise Device Management Protocol mit Konfigurationen von einem MDM System betankt werden

Fazit

Microsoft gibt nun ähnlich Gas wie bei bei dem Windows Desktop, die klassischen Unternehmenskunden wieder abzuholen. Der Windows 8.1 Desktop wurde mit Features für den non-Touch Anwender angereichert, beim Phone Pendant sind es die Sicherheits- und Managementfeatures. Die Neuerungen von Windows Phone 8.1 machen die Microsoft Plattform für den Unternehmenseinsatz interessant und bieten sich somit als integrierte Plattform für mobile Prozesse an. Wir empfehlen bei einer Bewertung oder Plattformauswahl die Windows Phone 8.1 Plattform zu berücksichtigen.

Was ist Mobile Device Management?

Das Thema Mobile Device Management, kurz MDM, ist im Moment in aller Munde. Ganz aktuell hat sich VMware die stattliche Summe von 1,54 Milliarden USD (Quelle: Reuters) für den MDM Anbieter AirWatch kosten lassen.

Aber was genau ist ein MDM? Die deutsche Wikipedia definiert dies im Moment wie folgt:

Mobile-Device-Management (MDM; deutsch Mobilgeräteverwaltung) ist ein Begriff aus der Informationstechnik und steht für die zentralisierte Verwaltung von Mobilgeräten wie Smartphones, Sub-Notebooks, PDAs oder Tablet-Computer durch einen oder mehrere Administratoren mit Hilfe einer Software.[1] Die Verwaltung bezieht sich auf die Inventarisierung von Hardware in Organisationen, die Software- und Datenverteilung, sowie den Schutz der Daten auf diesen Geräten.[1] Da diese Geräte via Mobilfunk/WLAN mit dem Unternehmensnetz in Kontakt treten, müssen auch Probleme der drahtlosen Verwaltung gelöst werden (Luftschnittstelle (OTA)).

Zusammengefasst hilft ein MDM folgende vier Anforderung bei der Einführung und Administration mobiler Geräte lösen:

  • Zentralisierte Verwaltung
  • Inventarisierung
  • Software- und Datenverteilung
  • Datensicherheit

 

Ohne MDM ist keine nachhaltige Mobility Strategie abbildbar und es entstehen schnell Insellösungen, die früher oder später für viel Zeit und Geld professionalisiert werden müssen. MDMs ermöglichen es, von Anfang an Smartphones und Tablets zuverlässig und sicher in die Unternehmens IT zu integrieren und als Prozesse abzubilden und sollten daher Teil jeder Mobile Strategie sein.

In diesem Kontext existieren schon heute relativ viele Acronyme, hier ein kleiner Handzettel:

BYOC Bring Your Own Computer
BYOD Bring Your Own Device
BYOT Bring Your Own Technology
MAM Mobile Application Management
MDM Mobile Device Management
MIM Mobile Information Management
OTA Over The Air
TEM Telecom Expense Management

 

Da es sich hierbei immer noch um ein relativ junges Geschäftsfeld handelt, unterscheiden sich die Hersteller stark in Umfang und Tiefe der Lösungen. Wir werden in nachfolgenden Blog Beiträgen das Thema aufgreifen und einige Aspekte und Lösungen tiefergehend vorstellen.

Mobiles B2B mit Microsoft Dynamics AX und Apps von Sunato

Ein Kunde aus der Baustoff-Branche setzt Microsofts Mittelstands ERP Lösung Dynamics AX ein. Wir wurden beauftragt, den Bestellvorgang für die Kunden um einen weiteren Channel zu erweitern: Apps!

Im ersten Schritt wurde in AX eine Schnittstelle definiert, um die Kommunikation mit den Smartphones und Tablets zu ermöglichen. Vor den eigentlichen Bestellprozess ist eine einmalige Geräteregistrierung vorgeschaltet, die zum einen den Zugriff auf den definierten Kundenkreis beschränkt und zum anderen das spätere Sperren von Clients ermöglicht.

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Eines der zentralen Ziele der App ist es, den Bestellprozess des Kunden genau dort unkompliziert abzubilden, wo er eigentlich statt findet: auf der Baustelle. Nicht immer herrschen in diesem Szenario optimale Mobilfunkverbindungen, einfachstes Beispiel ist der Keller. Somit stand bereits zu Beginn fest: die App muss auch offline die Erfassung von Bestellungen ermöglichen. Hierfür liefern wir mit der App eine mit Produktdaten gefüllte lokale Datenbank aus, die eine Unterstützung des Bestellprozesses und das Durchführen von Plausibilitätsprüfungen ermöglicht.

Dynamics AX App für iOS und Android

Dynamics AX App für iOS und Android

Dynamics AX App für iOS und Android

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dynamics AX App für iOS und Android    Dynamics AX App für iOS und Android

Mit den Apps erweitert unser Kunde den etablierten Prozess und integriert den Mobile Channel direkt im ERP. Neben der rein funktionalen Abbildung des Anwendungsfalls bietet solch eine Business App dem Kunden natürlich auch die Möglichkeit, sich vom Wettbewerb abzugrenzen.

Offensichtlich ist, dass die Entwicklung von Business Apps einen stärkeren Fokus auf die Themen Sicherheit und Datenintegrität hat. Ebenso entscheidend ist aber auch das Verständnis kaufmännischer Prozesse sowie die Kenntnis der relevanten Systeme. Hier können wir unsere Erfahrungen und Know How über Backend-Themen ausspielen, was wir auch als Microsoft Gold Partner unterstreichen.

Produtivität auf dem iPhone mit Microsoft Office Mobile (Teil 2)

Im vorherigen Blogbeitrag habe ich das neue Microsoft Office Mobile für das iPhone bereits vorgestellt und möchte nun den Funktionsumfang weiter untersuchen.

Testdokument Word (.docx)

Für meinen weiterführenden Test habe ich mir ein Word Dokument erzeugt, dass inhaltlich einem unserer typischen Projektdokumente entspricht:

  • Kopfzeile mit Logo
  • Titelblatt mit Titel und Änderungshistorie
  • Inhaltsverzeichnis
  • Strukturierter Text mit Überschriften, Unterüberschriften und Inhalt
  • Kommentare im Text
  • Fußzeile mit Dateinamen und Seitenzahl

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Testdokument mit Microsoft Office Mobile öffnen

Öffnet man das Dokument in Microsoft Office Mobile sieht die Darstellung des Testdokumentes wie folgt aus:

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Schriftart, Größe, Umbrüche und Farben (bis auf die Tabelle) passen auf den ersten Blick. Es fällt auf, dass die Kopfzeile (und hier nicht zu sehen: auch die Fußzeile) nicht angezeigt werden. Die Seite lässt sich horizontal scrollen, so dass auch der Rest der Tabelle sichtbar wird. Weiter herauszoomen kann man hier nicht.

Inhaltsverzeichnis

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Das Inhaltsverzeichnis wird gut lesbar und inhaltlich richtig dargestellt. Die Überschriften und Unterüberschriften, sowie die Texte werden ebenfalls korrekt und auch in den richtigen Fonts und Größen dargestellt.

Kommentare

  

Der Kommentar im Dokument wird durch eine graue Hinterlegung hervorgehoben. Klickt man auf die graue Fläche wird unterhalb der Ersteller sowie der Text des Kommentares eingeblendet. Selektiert man Text in einem Dokument, ist es auch von unterwegs möglich, Kommentare zu erstellen. Speichert man danach das Dokument zurück in den SharePoint oder SkyDrive kann man so den Kollegen auch von unterwegs ein Dokument kommentieren.

Bearbeiten von Text

 

Im Bearbeitungsmodus lässt sich sowohl der Text selbst, aber auch kleinere Modifikationen an der Textform vornehmen. Dies bietet zwar nicht den Umfang der Desktop Version, bietet aber rudimentäre Formatierungsoptionen. Von unterwegs ergänze oder markiere ich meist nur kleiner Textpassagen, der Funktionsumfang ist also ausreichend, hier ist aber Luft nach oben.

Fazit

In SkyDrive oder SharePoint liegende Word Dokumente lassen sich mit der Microsoft Office Mobile App für iOS von unterwegs betrachten und editieren. Bei der Ansicht von Dokumenten wäre analog des iOS Viewers eine Möglichkeit gut, weiter herauszuzommen zu können. Die Ansicht genügt, um ein Dokument auf dem iPhone zu lesen, die Formatierungen (Farben, Schriftarten, Abstände etc.) bleiben weitgehend erhalten. Kopf- und Fußzeilen werden leider nicht angezeigt, was die Orientierung in großen Dokumenten erschwert und hoffentlich in einer der folgenden Versionen integriert wird.

Die Möglichkeit, Kommentare in Dokumenten zu lesen, sowie eigene Kommentare anlegen zu können, ist für das Arbeiten von unterwegs ein deutlicher Mehrwert!

Allgemein ist das Bearbeiten von Dokumenten beschränkt, aber genügend. Niemand will ganze Konzepte auf einem Mobiltelefon schreiben. Einen Absatz ergänzen, Textstellen markieren und Kommentare lesen und einfügen sind aus meiner Sicht die relevantesten Anwendungsfälle und diese werden erfüllt.

Download

Wie bereits im vorherigen Blogeintrag beschrieben, kann die App kostenlos heruntergeladen werden. Die Nutzung der App setzt eine aktive Office 365 Subscription voraus.

Produktivität auf dem iPhone mit Microsoft Office Mobile

Microsoft Office als de facto Standard für produktives Arbeiten im Unternehmen ist nun auch als Office Mobile für das iPhone als kostenloser Download verfügbar.

Das iPhone bringt von Haus aus Viewer für die wichtigsten Office Formate mit, man kann beispielsweise aktuelle Word, Excel und Powerpoint Dokumente aus E-Mail Anhängen öffnen und betrachten. In den meisten Fällen genügt diese Funktion von unterwegs. Die (reduzierte) Option Office Dokumente von unterwegs zu bearbeiten ist aber ein klares Plus und erweitert die mobile Produktivität deutlich.
Bisher mussten iPhone Anwender für die Bearbeitung von Office Dokumente auf Lösungen von Drittanbietern zurückgreifen, wie zum Beispiel Office² Plus oder Apples Office Pendant iWork in Form der einzelnen Apps Pages, Numbers und Keynote.

Office Mobile für das iPhone ist aber nun das Original aus dem Hause Microsoft und die Erwartungen sind entsprechend hoch.

Ich möchte im folgenden einen ersten Überblick zu der neuen Office Mobile App für das iPhone geben. Das iPad bleibt erst einmal außen vor, die Office Version ist explizit für das iPhone. Es ist zwar möglich, die App auch auf dem iPad zu installieren, allerdings stellt dies subjektiv kaum einen Mehrwert dar, da die iPhone Anwendung auf dem iPad nur optional hochskaliert wird.

Übersicht

Beim ersten Start der Office App wird der Anwender optisch ansprechend durch eine kleine User-Education Folge geleitet.

Auf der letzten Seite erfolgt der Anmeldedialog zu Office 365; denn Office für iPhone ist kostenlos, aber nur in Verbindung mit Office 365 nutzbar.

Nach der erfolgten Anmeldung gelangt man zu der gut strukturierten Oberfläche der Office Mobile App mit ein paar Beispieldokumenten.

Die Beispieldokumente zeigen auf den ersten Blick, dass die wichtigsten Funktionen und Features als Viewer enthalten sind. Ich werde in einem Folgebeitrag beschreiben, wie sich die Office Mobile App mit realen Dokumenten bewährt und wie sich die Dokumente in der Bearbeitung verhalten.

Cloud Integration

In der User-Education Folge wurde bereits hervorgehoben, dass die Office Mobile App  sich nahtlos in Microsofts Cloud Strategie integriert. Als “Backend” für die Office Mobile App stehen zur Auswahl:

  • Microsoft SkyDrive bzw. SkyDrive Pro
  • Office 365 SharePoint (SharePoint.com)
  • On-Premises SharePoint Server

 

Dokumente lassen sich unkompliziert öffnen und natürlich auch wieder zurückschreiben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit neue Dokumente in einem der Speicheroptionen zu erzeugen. Außerdem kann man die bearbeiteten Dokumente auch per E-Mail versenden.

Erstes Fazit

Endlich, möchte man fast sagen, gibt es das Office auch für das iPhone. Der erste Eindruck ist durchweg positiv. Dokumente von unterwegs nicht nur lesen, sondern auch bearbeiten zu können, ist eine Erweiterung der mobilen Produktivität.

Natürlich integriert sich das Office nicht so nahtlos in das System wie auf dem Windows Phone. Dies ist aber den Beschränkungen seitens des iPhones bzw. iOS geschuldet und ist zu verkraften. Außerdem ist die Windows Phone Variante natürlich das Flagschiff für Microsoft und die iPhone Version auch erst Version 1.0.
Falls IRM, also Microsofts Information Rights Management eingesetzt wird ist zu beachten, dass dies im Gegensatz zu der Windows Phone App nicht unterstützt wird. Dies wird im Gegensatz zu der Windows Phone Varianten (noch?) nicht unterstützt. OneNote ist nicht enthalten, jedoch als separate App erhältlich.

Die Verknüpfung mit Office 365 ist eine strategisch nachvollziehbare Kopplung und die Cloud Integration selbst ist ein klarer Mehrwert. Dass die App selbst kostenlos ist, ermöglicht den unkomplizierten Einsatz in Organisationen oder für Einzelpersonen, die bereits Office 365 einsetzen.

Bleibt die Frage, wie sich Office Mobile im Alltag mit echten Dokumenten verhält. Dies wird in einem Folgebeitrag untersucht und beschrieben. Ausprobieren können Sie es natürlich selbst auch: Office Mobile für Office 365-Abonnenten im iTunes Store.

 

 

Mobiler Zugriff auf Microsoft Dynamics AX mit Apps

Dynamics AX ist Microsofts Enterprise Resource Planning (ERP) Lösung für den gehobenen Mittelstand. Neben der ERP-Kernfunktionalität (z. B. für Personalverwaltung oder Finanz- und Rechnungswesen) bietet die ERP-Software vordefinierte Funktionen für die Branchen Fertigung, Großhandel/Distribution, Einzelhandel und Dienstleistungen.

Unser Kunde ist ein Großhändler im Bereich Bau und setzt Dynamics AX ein. Er kam mit einer spannenden Herausforderung auf uns zu: die Integration mobiler Geräte in den Bestellprozess auf dem B2B Kanal.  
Klassisch erfolgt der Zugriff auf AX mit dem Dynamics AX Workspace  als Desktop Client oder mit dem Enterprise Portal for Microsoft Dynamics AX per Browser. Weiterhin ermöglicht Dynamics AX den Zugriff über eine Reihe von programmierbaren Schnittstellen.

Der bisherige Bestellprozess beruhte auf einer klassischen Auftragsannahme per Telefon, Fax oder E-Mail mit interner, manueller Auftragserfassung. Ziel des Projektes war es, den bestehenden Prozess durch eine Kundenkomponente in Form von iPhone/iPad und Android Apps zu erweitern und zu integrieren. Durch die von uns entwickelten Apps können die B2B-Kunden nun Ihre Bestellungen direkt von unterwegs aus der App versenden, die dann an eine Schnittstelle an AX übertragen wird und dort direkt eine Bestellung auslöst. Diese Bestellungen werden im Anschluss noch in AX von einem Mitarbeiter freigegeben, die manuelle Erfassung entfällt!

Die besondere Herausforderung bestand neben der Konzeption und technischen Umsetzung von ansprechenden Apps vor allem darin, die Sicherheit des AX durch die Integrität und Vertraulichkeit der übermittelten Daten zu gewährleisten. Weiterhin stellen Lösungen in solch einem Kontext natürlich besondere Anforderungen, wie beispielsweise das gezielte Sperren einzelner Geräte. All dieses Aspekte sind bereits in der Konzeption berücksichtigt worden und durch ein internes Security Auditing gesichert worden.

Der Bereich Mobile Produktivität wird in den nächsten Jahren noch deutlich an Bedeutung gewinnen. Anhand dieses Projektbeispiels lässt sich erahnen, welche Potentiale noch in dem Bereich Productivity-Apps steckt. Sollten Sie sich mit ähnlichen Fragestellungen beschäftigen, unterstützen wir Sie gerne.

Bildquelle: microsoft.com