BPE, BPM und BPA – TQM durch Integrationsplattformen: BizTalk richtig nutzen!

Geschäftsführer Sunato München

„Der Betrieb ist in Wirklichkeit ein fortwährender Prozess, eine ununterbrochene Leistungskette […] Anzustreben ist in jedem Fall eine klare Prozessgliederung“ (Nordsieck 1932).

Viel Geld für nichts?

Welche Unternehmensorganisation haben Sie? Funktional, prozessorientiert, projektorientiert, in einer Matrixorganisation? Sie managen nach Six Sigma, Lean Management, Kaizen/KVP, sind zertifiziert nach ISO, nutzen ITIL? Sie geben sehr viel Geld aus und investieren sehr viel Zeit, um ihr primäres Ziel zu erreichen: Hohe Qualität in Ihrer Wertschöpfung, zufriedene Kunden als Resultat Ihrer Bemühungen.

ISO Zertifizierung erfolgt – Prozesse trotzdem nicht automatisiert

Ich selber war bei ISO Zertifizierungen in Konzernen und mittelständischen Betrieben beteiligt, habe die Einführung von ITIL begleitet und war oftmals von dem Ergebnis enttäuscht. Nicht von dem Ergebnis der Zertifizierung, sondern von den daraus abgeleiteten Aktionen. Endlich wurden Prozesse transparent, der Weg und der Umfang von Dokumenten in den Kern- und Unterstützungsprozessen wurden sichtbar, die Rollen der Beteiligten identifiziert. Es wäre nur noch ein kleiner Schritt gewesen, um die Prozesse zu kartographieren und zu automatisieren. Kennzahlen für den KVP (Durchlaufzeit, Bearbeitungszeit, Kommunikationskennzahlen, etc.) könnten in Echtzeit zur Verfügung stehen. Durch Process Mining könnten End-To-End Prozesse modelliert und etabliert werden.

Businesslogik im internen ERP System implementieren – heute der richtige Ansatz?

Bei meiner ersten Zertifizierung in den 90er Jahren standen noch keine (brauchbaren) IT Systeme für BPA zur Verfügung, ab der Jahrtausendwende kam im Zuge von EAI neue Software auf den Markt, um das RTE (Real Time Enterprise) zu ermöglichen. Zu diesem Zeitpunkt waren ERP Systeme bereits etabliert und der Trend ging in die Richtung „Wir passen die Systeme an unser Unternehmen an und wickeln alle Prozesse darüber ab“. In vielen Fällen war es eher der umgekehrte Weg. Auf Biegen und Brechen wurde die Prozesslogik in das ERP System integriert und die eigentlichen Integrationsplattformen dümpelten als reines Datentransformationsprodukt vor sich hin. Spätestens beim ersten Releasewechsel und nach Hunderten von Manntagen Aufwand, um die angepasste Lösung auf den neuen Stand zu bringen, machte man sich Gedanken ob der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges.Continue reading