Die Megatrends der letzten Jahre haben den IT-Bereich regelrecht umgewälzt: Cloud Computing, IoT, KI und Mobilgeräte eröffnen Unternehmen ganz neue Möglichkeiten zur IT-gestützten Optimierung ihrer Geschäftsfelder. Doch mit neuen Technologien wächst auch die Komplexität der IT-Landschaften. Wo früher ein ERP-System für alle Geschäftsprozesse zuständig war, versammeln sich heute spezialisierte SaaS-Applikation neben „alten“ On-Prem-Systemen, müssen Maschinendaten integriert und Ergebnisse aus KI-Analysen für Self Service Dashboards bereitgestellt werden. Anwender und Prozesse erwarten, dass alle Systeme stets auf der gleichen Datenbasis arbeiten. Dass Änderungen in einem System automatisch in allen anderen Systemen sichtbar werden. Dass extern erfasste Daten automatisch in den Firmendatenpool einfließen, ohne manuell neu erfasst zu werden.

Wer nun jedesmal auf die Schnelle Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen neuen und alten Systemen herstellt, um den Anforderungen möglichst schnell zu genügen, wird bald merken, dass dies kein langfristig erfolgreicher Ansatz ist. Zwar ist die Lösung schnell hergestellt. Aber sie verliert ebenso schnell an Wartbarkeit. IT Organisationen, die so vorgehen, verlieren oftmals den Überblick über alle Schnittstellen, können einzelne Systemupdates nicht mehr durchführen, weil sie deren Auswirkungen nicht einschätzen können und weigern sich oftmals nach einer Weile, weitere neue Applikationen für Fachabteilungen bereitstellen, weil dies zu noch mehr Aufwand im Betrieb führen würde. Es droht ein Wirrwarr von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, dessen Komplexität mit jedem angebundenen System stark ansteigt und letztendlich kaum handhabbar ist.

Diese Herausforderungen lassen sich nur bewältigen, wenn neben wohldefinierten Prozessen auch eine zentrale Integrationsplattform zum Einsatz kommt, die die präzise zentrale Steuerung solcher Datenströme ermöglicht und damit die steigenden Anforderungen in der Enterprise IT beherrschbar macht. 

Aktuelle Kundensituation

Die meisten Unternehmen betreiben zurzeit noch keine cloud-only IT, führen aber neben den historisch gewachsenen On-Prem-Infrastrukturen verstärkt Cloud-Systeme ein. Das Ziel ist dabei nicht unbedingt, möglichst schnell komplett in die Cloud zu migrieren, sondern eine hybride IT-Architektur aufzubauen. Diese ermöglicht die Nutzung moderner Cloud-Applikationen in Kombination mit Legacy Systemen im internen Rechenzentrum. Eine Hürde auf diesem Weg besteht für viele Firmen allerdings darin, dass sie zurzeit noch keine zentrale Integrationsplattform im Einsatz haben. Das ist nicht weiter verwunderlich: In der „alten“ IT-Welt, die geprägt wurde von wenigen On-Prem-Systemen wie SAP oder PeopleSoft, war dies noch möglich. Eine begrenzte Zahl an Schnittstellen traf auf Geschäftsprozesse, deren Automatisierungsgrad noch nicht so hoch ausfiel, dass eine Echtzeitsynchronisation zwischen allen Applikationen erforderlich gewesen wäre.

Heutzutage ist eine umfassende Integrationslösung ein zentraler Bestandteil moderner Enterprise IT. Die Einführung eines Integrationssystems gestaltet sich in der betrieblichen Praxis dennoch mitunter schwierig: Das Vorhaben erfordert Erfahrung und Expertise auf Seiten des Personals, während den häufig nicht-technischen Budgetentscheidern die Relevanz nicht immer bewusst ist. Dabei fungiert eine zentrale Integrationsplattform auch als Business Enabler: Sie kann z. B. über IoT-Schnittstellen Daten aus Produktionsmaschinen aufnehmen, diese an KI-Dienste weiterreichen und ergebnisbasiert Aufträge im ERP-System anlegen – und das quasi in Echtzeit.

Ziel muss es deshalb sein, die Komplexität der Integrationslösung maximal zu reduzieren: statt hochqualifizierten Softwareentwicklern müssen IT Supporter und versierte Fachanwender in der Lage sein zu prüfen, ob die Datenströme funktionieren, wo Fehler aufgetreten sind und diese auf fachlicher Ebene beheben können. Und statt auf technischer Schnittstellenebene zu agieren, muss es möglich sein, die Funktionsfähigkeit ganzer Datenübertragungsprozesse End-to-End nachvollziehen zu können. Genau diesem Ziel hat sich Sunato verschrieben.

Die zentrale Integrationsplattform als Datenautobahn

SAP on Azure

Die Einführung einer zentralen Integrationsplattform geschieht häufig nicht durch rein strategische Überlegungen, sondern hat einen konkreten Auslöser. Ein häufig auftretendes Szenario ist dabei die Migration einer geschäftskritischen Anwendung in die Cloud, da in diesem Zuge auch die Schnittstellen zu anderen Systemen überprüft und angepasst werden. In vielen Unternehmen stellt SAP als ursprünglich on-prem laufendes ERP-System diesen wichtigen Kern der IT-Landschaft dar. Aufgrund der hohen Anforderungen hinsichtlich Verfügbarkeit und Performance ist es auch ein idealer Kandidat für die Migration in eine Hyperscaler Cloud wie Microsoft Azure oder Amazon Web Services. Insbesondere Microsoft und SAP arbeiten in diesem Bereich sehr eng zusammen, und so favorisieren laut aktuellen Umfragen 52% der SAP-Kunden Azure als Zielplattform für eine Cloud-Migration. Inzwischen bietet Microsoft speziell auf den Betrieb von SAP/HANA zugeschnittene VMs an, die auch die anspruchsvollsten Enterprise Szenarien abdecken: Server mit 576 Kernen und 12 TB RAM sind bereits mit Preisen gelistet, 24 TB RAM sind auf Nachfrage erhältlich.

Als Spezialist für Integrationslösungen sind die Sunato-Mitarbeiter in der Projektpraxis regelmäßig mit SAP-Anbindungen konfrontiert und nutzen Azure-Technologien intensiv. Nach ihren Erfahrung bildet Microsofts Integration Stack (BizTalk, Logic Apps, Functions, Service Bus, API Management etc.) eine optimale Basis zur Enterprise Integration: BizTalk als klassisches On-Prem-System lässt sich auch in Azure VMs hochverfügbar betreiben und ermöglicht so eine schnelle Verschiebung der Integrationsplattform, wogegen cloud-native Services wie Logic Apps und Azure Functions besonders bei der Realisierung neuer Lösungsarchitekturen zum Einsatz kommen. Inzwischen bietet Microsoft auch bei anfänglich rein serverless verfügbaren Technologien wie Logic Apps dedizierte Varianten an: Mit einem Integration Service Environment (ISE) lässt sich die einfache Umsetzung von Integrationsprozessen per Logic Apps mit der garantierten Lasttauglichkeit verbinden, die in vielen geschäftskritischen Szenarien erforderlich ist.

Optimales Monitoring

Azure bietet also sämtliche Technologien, die für die erfolgreiche Umsetzung von Integrationsarchitekturen erforderlich sind. Es gibt allerdings Bereiche, in denen die benötigten Funktionen nicht out-of-the-box verfügbar sind, sondern erst auf Basis von Microsoft-Komponenten entwickelt werden müssen. In Projekten präsentiert sich insbesondere das Monitoring von Integrationsworkflows als eine solche Herausforderung: Wenn ein etabliertes System mit einer steilen technischen Lernkurve wie BizTalk zum Einsatz kommt, wird auf Kundenseite sehr qualifiziertes Personal benötigt, um allein mit Bordmitteln Prozesse überwachen und Support leisten zu können. Neue Cloud-Werkzeuge wie Logic Apps oder Azure Functions sind zwar an sich leichter handhabbar, führen aber schnell zu einer großen technologischen Vielfalt in Integrationslösungen und erschweren dadurch ein zentrales Monitoring. Um diese Probleme zu lösen, wird ein System benötigt, das

  • über ein webbasiertes Dashboard sämtliche Prozessinstanzen möglichst echtzeitnah abbildet,
  • den in verschiedenen Prozessphasen schrittweise wechselnden Nachrichteninhalt sichtbar macht,
  • den direkten Zugriff auf bestimmte Instanzen über eine Suchfunktion erlaubt,
  • die Möglichkeit zur erneuten Verarbeitung („Reprocessing“) von fehlgeschlagenen Durchläufen bietet,
  • im Fehlerfall automatisch Benachrichtigungen an IT oder Fachabteilungen verschickt,
  • auch unter hoher Systemlast stabil läuft und schnell auf Benutzereingaben reagiert.

Auf Basis dieser Erkenntnisse hat Sunato das Monitoring Tool „cleverEAI“ entwickelt (EAI steht für Enterprise Application Integration). Die genannten Anforderungen werden mit cleverEAI umfassend gelöst, wobei der Kunde je nach Projekt 50.000 -100.000 € gegenüber einer selbst entwickelten Lösung spart. Es ist natürlich technisch auch möglich, eine Integrationsplattform ohne ein leistungsfähiges Monitoring zu betreiben. Dies ist aber besonders bei komplexen Vorhaben wie der Integration einer in Azure gehosteten SAP-Umgebung nicht empfehlenswert: Die laufenden Betriebskosten steigen erheblich, da viel Zeit für die Fehleranalyse und Wiederverarbeitung von fehlgeschlagenen Prozessen aufgewendet werden muss. In diesem Zusammenhang spielen auch die höheren Personalkosten eine Rolle, die durch die Qualifikationsanforderungen an Support-Mitarbeiter entstehen. Unter Berücksichtigung dieser Punkte sparen Kunden daher erfahrungsgemäß 20.000 – 50.000 € pro Jahr durch den Einsatz von cleverEAI.

Alle Integrationsprozesse im Blick mit cleverEAI

Nach der erfolgreichen Einführung von cleverEAI bei zahlreichen Kunden hat sich Sunato entschlossen, mit dem technisch darauf basierenden cleverEDI ein konkretes Business-Szenario abzudecken: EDI (Electronic Data Interchange) bezeichnet den automatischen Austausch von Bestellungen, Lieferscheinen, Rechnungen und anderen Dokumenten zwischen Geschäftspartnern. Dies ist deutlich effizienter als der Versand von E-Mails mit PDF-Dateien oder gar papierhaften Rechnungen. Damit steigt nicht nur die geschäftliche Agilität von Unternehmen deutlich, sondern es werden auch neue Business Modelle ermöglicht: Es können Geschäfte mit großen Geschäftspartnern, die EDI zur Abwicklung voraussetzen, eingegangen oder Echtzeit-Szenarien in der Logistik implementiert werden. In cleverEDI ist es möglich, neue Handelspartner wie Amazon oder EDEKA per einfacher Klick-Konfiguration zu integrieren und mit ihnen Standardformate auszutauschen, ohne dass es besonderer technischer Kenntnisse bedarf. Damit ist es auch möglich, dieses Thema von der IT in die eigentlich zuständigen Fachabteilungen zu verlagern. Hier gilt wie bei cleverEAI, dass die eigenständige Entwicklung und permanente Pflege einer EDI-Anwendung signifikant höhere Kosten verursacht.

Um die Nutzung seiner Tools so einfach wie möglich zu machen, bietet Sunato seine clever-Produkte als One-Click-Deployment im Azure Marketplace an. Dadurch ist es möglich, eine komplette Integrationsplattform ohne manuellen Konfigurationsaufwand zu erstellen. Die Basisinstallation wird dabei direkt durch das Marketplace Deployment vorgenommen, die Feinkonfiguration erfolgt automatisch durch den Installer der clever-Produkte.

Da viele Kunden trotz der Vereinfachungen durch die Sunato Software den Betrieb einer Integrationslösung als große Herausforderung ansehen, bietet Sunato hier umfangreiche Unterstützung an: Vom On-Demand-Support mit vereinbarten Reaktionszeiten bis hin zum Managed Service. In diesem Szenario übernimmt Sunato die technische und fachliche Systembetreuung und stellt rund um die Uhr sicher, dass die Daten der Kunden richtig fließen.

Erfolgreich in die Zukunft

Die eingangs genannten Herausforderungen der modernen Enterprise IT lassen sich also auch praktisch gut bewältigen: Auf Basis eines durchdachten Konzepts sind KI- und IoT-Szenarien genauso wie die Nutzung vielfältiger Cloud-Applikationen realisierbar, wobei eine zentrale Integrationsplattform die Steuerung der Datenflüsse übernimmt. Ein umfassendes Prozessmonitoring ist dabei unerlässlich und wird durch Tools wie die clever-Produkte von Sunato maßgeblich unterstützt. Falls die Anforderungen im Betrieb & Support für die interne IT zu groß werden, ist durch einen spezialisierten Dienstleister wie Sunato auch die komplette Betreuung der Integrationslösung möglich. Warten Sie nicht länger. Halten Sie Ihre Daten überall und jederzeit aktuell – nur dann wird aus Ihren Daten Gold.

Mit Sunato zu Ihrer Integrationsplattform

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