RemoteAssist
Eins der einfachsten und spannendsten Szenarien für den Einsatz von Datenbrillen in Industrie- und Serviceunternehmen ist die Fernwartung. Bzw. genauer: die Unterstützung bei der Fernwartung. Die Idee: für einen Servicefall kann der vor Ort eingesetzte Servicemitarbeiter jederzeit einen remote arbeitenden Experten zu Hilfe ziehen.

Nun geht das heute schon per Telefon, notfalls per zusätzlich eingesetzter Kamera. Aber wenn der Vor-Ort-Techniker dann noch die Hände frei haben soll, um seine Arbeit zu erledigen, wird es schon schwieriger. Datenbrillen liefern für solche Szenarien ganz neue Möglichkeiten.

Microsoft bietet – momentan noch als Beta-Version, bald aber als final veröffentlichte App – eine out-of-the-Box Lösung auf Basis der Microsoft HoloLens an.

Die Nutzung der Technologie ist dabei fast schon als trivial zu bezeichnen: Der Vor-Ort-Servicemitarbeiter setzt sich die HoloLens auf, startet die „Dynamics Remote Assistance App“ und telefoniert dann über Microsoft Teams mit einem beliebigen Mitarbeiter seines Unternehmens oder – wenn in Teams freigeschaltet – mit dem Lieferanten des zu wartenden Objekts. Dieser sieht über seinen Microsoft Teams Client auf seinem Desktop Gerät das Kamerabild des Vor-Ort-Kollegen, kann per Stift einkreisen, worauf der Vor-Ort-Kollege achten, drücken oder schrauben soll und agiert mehr oder weniger, als sei er mit im Raum. Dem Vor-Ort-Kollegen werden diese Zeichnungen als Hologramme in den Raum gezeichnet – ein absolut faszinierendes Erlebnis, wenn man es die ersten paar Male erlebt. Es wirkt wie Science Fiction, ist aber Realität!

Interaktion HoloLens und Teams

INTERAKTION HOLOLENS UND TEAMS MITTELS REMOTE ASSIST

Die Systemvoraussetzungen: Eine HoloLens für den Vor-Ort-Techniker, Microsoft Teams (Teil der Office365 Lizenz) für alle Nutzer, und zusätzlich wohl ab 2019 eine von Microsoft „Dynamics 365 Remote Assist Lizenz“ genannte Lizenz, die aber momentan in keinem der Pakete enthalten ist, die käuflich erworben werden können. Wer hier eine Freischaltung für erste eigene Tests benötigt, möge sich bei uns melden, wir helfen dann weiter.

Ausbaumöglichkeiten eines solchen Szenarios – ein Beispiel: In einem weiteren Schritt könnten dem Vor-Ort-Techniker nun Daten des zu wartenden Objekts im Teams-Chatfenster angezeigt werden, z.B. der Zeitpunkt der letzten Wartung, Messdaten über das Objekt oder vieles mehr.

Der Mehrwert: reduzierte Wartungskosten, schnellere Hilfe in Ausfallsituationen, ein wirklich effizientes Unterstützen durch die Möglichkeit, dem Hilfe-benötigenden Kollegen nicht nur Tipps zu geben, sondern sich gefühlt “neben ihn zu stellen und ihm zu zeigen, was er im nächsten Schritt tun soll”.

Selber testen, aber keine HoloLens vorhanden? Wenn Sie das einmal selbst erleben wollen oder mehr über die Lizenzierung erfahren wollen, kontaktieren Sie uns über dieses  Kontaktformular. Innerhalb von ein paar Minuten können auch Sie einmal ein solches Microsoft Teams Remote Assist Meeting mit uns machen und live erleben, wie es funktioniert!

Weitergehende Informationen zu diesem Szenario finden Sie bei Microsoft.

„Dynamics Remote Assistent befindet sich zwar noch in einer Beta Phase, zeigt aber eindrucksvoll auf, welche Arbeitsabläufe mit dem Einsatz der HoloLens möglich sind.“

Lorenz Goebel, Geschäftsführer Sunato GmbH

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