Sunato Hamburg – Wie der Einsatz von BizTalk als ESB die Neueinführung von SAP vereinfacht

Sophia MarklinEnterprise Integration, Integration mit BizTalk Server, Referenz, SAP, Sunato-Press

Unser langjähriger Kunde ist in der Einzelhandels-Immobilienbranche tätig und international in mehr als einem Dutzend Ländern aktiv. Rund 200 Großimmobilien mit über 20.000 Mietern zählen zu seinem Managementbereich. Die damit verbundene, strukturierte Kommunikation ist sehr datenintensiv. Um den Datenstrom effizient verarbeiten zu können, setzt das Unternehmen bereits seit vielen Jahren auf eine Enterprise Service Bus Architektur (ESB): Systeme wie Dynamics AX, Dynamics CRM, eine Master-Data-Management Anwendung, ein Datawarehouse und einige andere sind über eine Microsoft BizTalk Integrationsplattform miteinander verbunden.

Vorteile von BizTalk als Enterprise Service Bus (ESB): Weil die Applikationen (Quell- und Zielsysteme) über den ESB und nicht direkt verbunden sind, bestehen keine direkten Abhängigkeiten von Quell- und Zielsystemen. So ist der Austausch oder das Update eines dieser Systeme deutlich leichter umzusetzen.

Ziel: Einführung von SAP

Zur Konsolidierung der Vielzahl der Systeme, teilweise Standard-Applikationen, teilweise Eigenentwicklungen, wollte das Unternehmen nun SAP 7.2 als neues führendes System implementieren. Doch dann traten entscheidende Herausforderungen auf: Der SAP Adapter des damals eingesetzten BizTalk 2013 Systems war nicht mit SAP 7.2 kompatibel. Es konnte also keine fehlerfreie Verbindung zu SAP 7.2 aufgebaut werden – und damit hätte BizTalk auch in seiner Funktion als ESB die anderen Systeme nicht mehr auslesen/ versorgen können. Das Projekt stand an einem kritischen Meilenstein.

Der SAP Konnektor tut nicht, was er soll – exklusives Update für uns!

Schnell war klar: auch eine Migration auf BizTalk 2016 allein hätte keine Veränderung gebracht. Das Problem des fehlerhaften SAP-Adapters hätte weiter bestanden.
Um das Problem final zu lösen, traten wir in den direkten Kontakt mit dem BizTalk-Produktmanagement-Team von Microsoft in Redmond. Wir konnten erreichen, dass der BizTalk-SAP-Adapter für BizTalk 2016 speziell für diesen Kunden von Microsoft in kürzester Zeit erneuert wurde.
Nach einem dann durchgeführten Update von BizTalk auf 2016 und dem Einsatz des neuen Adapters konnte das Projekt erfolgreich fortgesetzt werden:

  • Einige Dutzend Schnittstellen wurden aufgrund der Migration von BizTalk 2013 auf 2016 aktualisiert (größtenteils per einfachem neuen Deployment)
  • Die Schnittstellen zwischen neuem SAP System und bestehenden Alt-Applikationen wurden gemäß der Business-Anforderungen neu geschaffen.
  • Um auch das Monitoring und damit die Transparenz der Datenübertragungen zu optimieren, wurden die Schnittstellen auch in dieser Hinsicht schrittweise angepasst.

Heute: SAP eingeführt, weiter geht´s mit der Konsolidierung

Nach der erfolgten Einführung von SAP geht es nun an die weiteren Konsolidierungsmaßnahmen. Schrittweise werden Prozesse an SAP als führendes System übergeben. Dort, wo die alten Systeme weiter zur Umsetzung von Prozessen verwendet werden, werden die Daten neu in SAP eingepflegt und per Synchronisation über BizTalk in die Altsysteme gespielt.
Außerdem wird die Zahl der synchronisierten Datensätze zukünftig deutlich reduziert werden können. Zum einen, weil insgesamt nach der Konsolidierung weniger Applikationen synchronisiert werden müssen. Vor allem aber, weil einige der heutigen Applikationen noch eine vollständige, tägliche Übertragung aller ihrer Datensätze durchführen. Das allein führt bei einigen Applikationen zu Datenübertragungen von einigen hunderttausend Datensätzen täglich. Schritt für Schritt werden die Schnittstellen so umgebaut werden, dass zukünftig nur noch die geänderten/ aktualisierten Datensätze über den ESB in das jeweilige Zielsystem übertragen werden.
Auf diese Weise werden die Synchronisationen performanter und effizienter werden.

„Es war mir wirklich wichtig, dieses Projekt zum Erfolg zu bringen. Ohne die direkte Abstimmung mit Microsoft wäre es diesmal nicht gegangen. Der neue SAP Konnektor ist sogar im letzten kumulativen Update für BizTalk Server (CU 4) neu für alle Kunden veröffentlicht worden.“Milen Koychev, Geschäftsführer Sunato GmbH (Hamburg)

Zusammenfassung: Vorteile durch die Nutzung von BizTalk

  • Durch den Einsatz von BizTalk als Enterprise Service Bus ist es möglich, einen automatischen Datentransfer in Echtzeit zu erhalten – mit einer ständigen Aktualitätsgarantie. Durch die Automatisierung kann Zeit gespart werden: Daten, die sonst im schlimmsten Fall händisch von einem System ins andere übertragen werden müssen, fließen nun automatisch.
  • Datenanalyse bzw. Auswertung werden optimiert. In einem System eingegebene Daten können schneller in anderen Systemen eingesehen und analysiert werden. Etwaige Störungen werden früher registriert und gegebenenfalls kann schneller reagiert werden.
  • Fehler menschlicher Natur, die durch Mehrfacheingaben entstehen, können bis auf ein Minimum gesenkt werden, womit die Datenqualität stark gesteigert wird.
  • Der Einsatz eines ESBs reduziert die Abhängigkeit zwischen Enterprise Applikationen. So ist ein Wechsel zu einem anderen ERP-System oder die Verlagerung einer Enterprise Applikation in die Cloud zu jedem Zeitpunkt umsetzbar.

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Wir liefern Ihre Daten aus – an Applikationen, Maschinen, Geräte und Benutzer. Mit anderen Worten: Wir organisieren die Logistik Ihrer Daten. Wenn unsere Kunden neue CRM oder ERP Systeme einführen, wenn sie neue Partner oder Kunden anbinden wollen oder neue Geräte verwenden wollen, dann haben sie oft die Anforderung, neue Applikationen mit ihrer existierenden IT Welt zu verbinden. Genau dabei unterstützen wir. Wir nutzen Technologien wie BizTalk Server und Azure Logic Apps, entwickeln Applikationen in .Net, schaffen Surface und Surface Hub Apps. Unsere Experten arbeiten von den Standorten Hamburg, München, Stuttgart aus.

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