Geschrieben von Eike Falkenberg
1. November 2010
Auf der Entwicklerkonferenz PDC 2010 hat Microsoft mit der Virtual Machine (VM) Role eine neue Windows Azure Funktionen angekündigt. Bisher standen die Web Role für IIS 7 Anwendungen und die Worker Role für allgemeine .NET Anwendungen zur Verfügung.
Die neue Rolle ermöglicht das betreiben einer Windows Server 2008 R2 basierten Virtuellen Maschine in Microsofts Cloud Umgebung. Die Virtuelle Maschine wird lokal auf einem on-premise Windows Server aufgesetzt und anschließend das VHD Image in Microsoft Cloud Umgebung hochgeladen. Das VHD Image kann dann in die VM Role geladen und innerhalb von Windows Azure ausgeführt werden (mehr über den technischen Hintergrund von VHD unter About VHD, engl.).
Durch die neue Rolle wird die Migration bestehender Anwendungen in Microsofts Cloud vereinfacht, da komplexe Installationsszenarien einfacher abgebildet und bestehende Lösungen mit geringem Aufwand in die Cloud gebracht werden können. Der Zugriff auf die VM in Windows Azure erfolgt per Remote Desktop.
Im Gegensatz zu der Web- und der Worker Role erhält der betreibende mit der VM Role mehr Flexibilität, die Versorgung der VM mit Patches und Updates wird jedoch hier dem betreibendem selbst überlassen. Der Umfang der VM Role kann von Extra-Small bis Extra-Large definiert werden, was sich entsprechend auf Leistung und Kosten auswirkt (Stand: 2010-11.01, http://www.microsoft.com/windowsazure/compute/#vmrole):
| Compute Instance Size | CPU | Memory | Instance Storage | I/O Performance | Cost per hour |
| Extra Small | 1.0 GHz | 768 MB | 20 GB | Low | $0.05 |
| Small | 1.6 GHz | 1.75 GB | 225 GB | Moderate | $0.12 |
| Medium | 2 x 1.6 GHz | 3.5 GB | 490 GB | High | $0.24 |
| Large | 4 x 1.6 GHz | 7 GB | 1,000 GB | High | $0.48 |
| Extra large | 8 x 1.6 GHz | 14 GB | 2,040 GB | High | $0.96 |
Weiterhin wurden zusätzliche Netzwerkfunktionalitäten angekündigt, die künftig unter dem Namen Windows Azure Virtual Network zusammengefasst werden. Zunächst wurde Windows Azure Connect angekündigt, welches die Verbindung von on-premise und Windows Azure Lösungen auf IP Ebene ermöglicht, als Beispielszenario nennt Microsoft den Zugriff aus einer Cloud Anwendung auf einen on-premise SQL Server.
Durch die Weiterentwicklung von Windows Azure ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, bestehende Systeme in der Cloud abzubilden. Gerne beraten wir Sie dabei, die neuen Möglichkeiten als Teil Ihrer Cloud Strategie einzubinden, nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
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