IBM BlueMix ein Baukasten für Entwickler?

Milen KoychevMicrosoft Azure, Mobile Services

IBM hat sein neues Plattform as a Service Angebot als Public Beta Version freigegeben. Doch worum handelt es sich dabei genau? Ist es sinnvoll dieses Angebot in meinem Unternehmen einzusetzen?

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Entwickler schlagen sich oftmals mit einer Vielzahl von Diensten herum, die sie zu einer optimalen Architektur für die modernen Anforderungen von Mobilität, Internet der Dinge und Verfügbarkeit kombinieren müssen. Gerade in diesem Umfeld wird es immer schwieriger die entsprechenden Anbieter und Dienste zu evaluieren und entsprechend kompetent einzusetzen. Um Entwicklern bei diesen Problemen eine Hilfe zu geben, entstehen immer neue Angebote, wie die bereits vorgestellten Microsoft Azure Mobile Services. Bei diesen Angeboten haben die Hersteller Komponenten bzw. Dienste evaluiert, die für den mobilen App-Entwickler als Anwendungsfall alle notwendigen Komponenten einfach und unkompliziert zur Verfügung stellen soll. Bei IBM BlueMix gibt es gleich mehrere Anwendungsfälle, für welche die Plattform die entsprechenden eignen IBM Dienste bereithält. Sollten diese einmal nicht ausreichen, so gibt es ferner noch Module von zertifizierten Partnern oder auch von der Community entwickelte Module. Die benötigten Dienste kann sich der Entwickler inklusive der Entwicklungsplattform zusammenklicken. Ferner ist es auch möglich einen Dienst zu einem späteren Zeitpunkt der Architektur hinzuzufügen bzw. wieder zu entfernen. Um den Eisteig zu erleichtern und um bereits häufige Anwendungsszenarien besser abdecken zu können, gibt es auch eine kleine Anzahl von Vorlagen, die den Einstieg in die Entwicklung noch weiter vereinfachen.

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Eine Vorlage bietet z.B. die notwendigen Dienste für den Betrieb eines Backends für mobile Applikationen.

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Diese Vorlage beinhaltet dann neben einem Node.js Servers, einen Dienst für mobile Sicherheit, einen Dienst für Push-Benachrichtigungen und eine Datenbank als Dienst. Diese Komponenten können auch beliebig wieder entfernt werden oder auch durch andere ersetzt werden, wenn man beispielsweise keine Push-Benachrichtigungen benötigt. Hier zeigt sich die Plattform auch flexibler, als die der Konkurrenz.

Technologisch basiert das neue Angebot von IBM auf der robusten Plattform as a Service (PaaS) Lösung Cloud Foundry, welche neben IBM u.a. auch von Intel, VMware und SAP eingesetzt wird. Cloud Foundry bietet eine Herstellerunabhängige Abstraktion der Infrastruktur, was dann die Software entsprechend vielseitig und portabel einsetzbar macht.

Es lässt sich also festhalten, dass man auf den finalen Lauch von IBM BlueMix gespannt sein darf. Die Einfachheit und Kombinationsfreude der Plattform lassen hoffen und machen aus Sicht des Entwicklers Spaß. Ebenso offen ist noch der Preis, mit dem IBM dieses Angebot platzieren wird. Wir sind gespannt und werden das Angebot weiter im Auge behalten.